Gewohnheiten sind der härteste Klebstoff der Welt, denn Sie beeinflussen uns, auch wenn wir es garnicht merken.

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die -nachdem sie einmal erlernt wurden- zur Routine geworden sind.  Sie werden ausgeübt, ohne das wir viel darüber nachdenken, ob sie gerade sinnvoll oder vernünftig sind.

Gewohnheiten eignen wir uns häufig in der Kindheit an und es kommen immer wieder welche hinzu. Manche helfen, manche schaden- in jedem Fall bestimmen sie unser Leben. 

Der Nutzen der Gewohnheiten

Ohne Gewohnheiten wäre das Gehirn häufig von den Details des Alltags überfordert, weshalb das menschliche Gehirn dazu tendiert immer wiederkehrende Ereignisse und Handlungen zu automatisieren.
Dies hilft mentale Energie zu sparen für Wichtigeres. 

Leider unterscheidet unser Gehirn dabei nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten. Etwa 30 bis 50 % des täglichen Handelns werden von Gewohnheiten bestimmt- so auch sehr oft unsere Ess- und Bewegungsverhalten.

Gerade hier sind nicht alle Gewohnheiten gut:
Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit und verbringen den Feierabend gewöhnlich vor dem Fernseher oder dem Computer. Wir haben uns an Fertiggerichte und die Currywurst mit Pommes an der Imbissbude gewöhnt.

Das schadet der Gesundheit.

Gewohnheiten ändern

Gewohnheiten zu ändern ist nicht ganz leicht. Die Macht der Gewohnheit ist der mächtigste Klebstoff der Welt.

Daher ist es durchaus eine Herausforderung unsere ungesunden Gewohnheiten zu ändern und uns Neue anzueignen, die unserem Zielen entsprechen.

Das Neu lernen und Ändern von Gewohnheiten erfordert dabei Zeit und etwas Geduld.

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass uns unsere Gewohnheiten bewußt werden. Schaltet sich das Bewusstsein ein, dann sind wir in der Lage zu bedenken, ob dass was wir tun vernünftig und gesund ist.
Dann sind wir auch in der Lage zu sagen, nein, das mache ich jetzt anders.

Durch unser Bewusstsein nehmen wir Sachverhalte und Situationen wahr, können diese überdenken, beurteilen und anschließend bewusst eingreifen, wenn wir diese Sachverhalte und Situationen als ungünstig betrachten.

Es kommt zu bewussten Handlungen im Gegensatz zu automatisierten Gewohnheiten.

Die 5 Schritte

  1. Gewohnheit bewusst machen
    Identifiziere für Dich diejenigen Gewohnheiten,
    die Dich davon abhalten deine Ziele zu erreichen.
    Überlege Dir, welchen Nutzen/Vorteil Du aus
    dieser Gewohnheit ziehst.
  2. Alternative erkennen und entscheiden
    Überlege Dir, welche alternativen Handlungen Dir
    den gleichen Nutzen/Vorteil bringen können.
    Nun entscheide für Dich, ob Du deine Gewohnheit
    überhaupt ändern möchtest. Wenn ja, erschaffe
    einen Auslösereiz für die alternative Handlung.
  3. Widerspruch zwischen Bewusstsein und
    Empfindung

    Zu Beginn wird es Dir schwer fallen die alternative
    Handlung durchzuhalten. Du hast ein „ungutes
    Gefühl“, denn Du handelst gegen Deine Gewohnheit.
    Jetzt heißt es durchhalten.
  4. Übereinstimmung zwischen Bewusstsein und
    Empfindung:

    Noch ist deine alternative Handlung eine bewusste
    Handlung, aber sie fühlt sich schon ganz gut an.
    Weitermachen, es ist fast geschafft!
  5. Entstehen/Änderung einer Gewohnheit:
    Die alternative Handlung ist als
    automatisiertes Programm in Dein
    Hirn übergegangen.

Hier könnt Ihr eine Vorlage herunterladen, auf der Ihr Eure Gewohnheiten, die Ihr Euch aneignen wollt oder die Ihr ändern wollt notieren könnt.
Druckt sie aus und schließt einen Vertrag mit Euch selbst! 
Wie das geht zeigt folgendes Video: